Gottes Segen für neue Schuldekanin – Beate Großklaus wurde im Gottesdienst in ihr Amt eingeführt

Quelle: ekihd
Heidelberg, 09.02.2014.
Trommelklänge zu afrikanischen Rhythmen  in der Heiliggeistkirche: Schwungvoll intonierten „Crossover“ und „Salto Vocale“ das afrikanische Lied „Yakanaka vhangeri“ (Lobt Gott – alle zusammen). Bezirkskantor Michael Braatz-Tempel ließ die Orgel mächtig erklingen. Von Dr. Beate Großklaus gingen Freude und eine große Strahlkraft aus. Zu diesem Zeitpunkt fiel von der neuen Schuldekanin ein wenig Anspannung ab. „Ich bin allen sehr dankbar, die diesen Gottesdienst mitgestaltet haben, das stärkt mir den Rücken für mein neues Amt“, bedeutete sie nach ihrem Einführungsgottesdienst in der Heiliggeistkirche. Die Schuldekanin predigte über Psalm 27,1: Gott ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Gott ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen?
 
Dieser Vers passte gut zu ihrer neuen beruflichen Herausforderung, zum Übergang von der Schulpfarrerin am Elisabeth-von-Thadden-Gymnasium in das Dekanat der evangelischen Kirche. Dekanin Dr. Marlene Schwöbel-Hug hieß die 42-Jährige im Dekanatsteam herzlich willkommen und begrüßte eine große Gemeinde, darunter auch den Ehemann und die beiden Kinder der Theologin. Für ihr Amt bringe Beate Großklaus viel Erfahrung aus ihrer Tätigkeit als Schulpfarrerin mit,  denn Schule mit all ihren unterschiedlichen Facetten sei ihr vertraut, so Schwöbel-Hug und betonte: „Liebe Beate, Du bist mit Leib und Seele Religionslehrerin und Theologin. Genau das brauchen wir in unserem Kirchenbezirk!“ Der Religionsunterricht werde in vielen Schulen an den Rand gedrängt, aus vielen unterschiedlichen Gründen, sagte Marlene Schwöbel-Hug: „Es ist unsere Aufgabe als Kirche zu zeigen, dass er Relevanz hat für unser Leben, für Werte, für unser Miteinander, für Hoffnung, die über die Spaßgesellschaft hinausweist und gleichzeitig klar macht, dass Freude und Spaß Teil unserer Religion und unseres Handelns sind.“ Im Leitungsteam müsse sich Beate Großklaus aber auch mit Strukturveränderungen auseinandersetzen und den Gemeinden diese Strukturveränderungen plausibel machen.
 
Quelle: ekihd
Foto: Christoph Schneider-Harpprecht überreicht die Ernennungsurkunde an Beate Großklaus, v.l.n.r.: StD Christian Jäcklin, Pfarrerin Susanne Domnick, Dekanin Marlene Schwöbel-Hug, Beate Großklaus, Christoph Schneider-Harpprecht und Religionslehrerin Silke Gadinger
Oberkirchenrat Prof. Dr. Christoph Schneider-Harpprecht überreichte die Ernennungsurkunde des Landesbischofs und sicherte ihr für ihre Aufgabe jegliche Unterstützung seitens des Oberkirchenrates zu.  Neben dem Oberkirchenrat sprachen Susanne Domnick, Silke Gadinger und Christian Jäckling der neuen Schuldekanin Gottes Segen für ihren Dienst zu, der Stadtkirchenrat gratulierte. Vertreter der unterschiedlichsten Schularten sprachen ebenso herzliche Grußworte. Bürgermeister Dr. Joachim Gerner betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Kommune als Schulträger und der evangelischen Kirche: „Das Schulgesetz unseres Landes schreibt vor, die Kinder auf christlicher Grundlage zu erziehen, das ist einerseits sehr positiv, kann aber auch ein großes Spannungsfeld erzeugen.“  Nach dem offiziellen Teil freute sich Beate Großklaus über Geschenke sowie persönliche Glückwünsche beim Empfang.
 
Info: 
Dr. Beate Großklaus, 42, wurde in Mainz geboren, promovierte 2003 zur Doktorin der Theologie zum Thema: „Gemeinde als Kommunikationsgeschehen“. Sie ist seit 2004 Religionslehrerin an der Elisabeth-von-Thadden-Schule, Mitglied der Stadtsynode der Evangelischen Kirche in Heidelberg. Sie wohnt mit ihrem Ehemann und den Kindern Jaro (5) und Noemi (8) im Stadtteil Rohrbach.
 
Zum Weiterlesen:
Predigt von Schuldekanin Dr. Beate Großklaus zur Einführung am 9.2.2014
 
Eine geniale Ausstellung: Martin Luther King - ein Tipp der Pastorin Mareike Klaus:

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